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Was versteht man unter...

Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit)?

Von der Arbeitnehmerüberlassung wird gesprochen, wenn ein Unternehmer - Verleiher - einem anderen Unternehmer - Entleiher - Mitarbeiter zur Erbringung einer Arbeitsleistung überlässt.

Arbeitnehmerüberlassungsgesetz?

Das ist das Gesetz zur Regelung der Gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung. Gewissermaßen “die Bibel” für alle Zeitarbeitsunternehmen, aber auch für die Kunden und Mitarbeiter dieser Branche.

Arbeitnehmerüberlassungsvertrag?

Dieser Vertrag bildet die eigentliche Grundlage für die Geschäftsverbindung zwischen dem Verleiher (Zeitarbeitsunternehmen) und dem Entleiher (Kunde). Für jeden eingesetzten Mitarbeiter muss ein separater Vertrag erstellt und von beiden Parteien unterschrieben werden. Wobei der Verleiher diesen Vertrag ausfertigt und an den Entleiher sendet.

Arbeitsvermittlerverordnung?

Diese Verordnung regelt die Arbeitsvermittlung durch die privaten Arbeitsvermittler. Sie gibt eine exakte Beschreibung zur Verfahrensweise wieder, die speziell zur Regelung der Tätigkeit der privaten Stellenvermittler geschaffen wurde..

Private Arbeitsvermittlung / Personalvermittlung?

Der Personalvermittler versucht, ebenso wie die Arbeitsämter, Arbeit Suchende und Arbeitgeber zur Begründung von Arbeitsverhältnissen zusammenzubringen. Der Auftraggeber (der zukünftige Arbeitgeber) zahlt ein Vermittlungshonorar, jedoch ist für den Arbeit Suchenden diese Dienstleistung immer kostenlos. Vorraussetzung für die Ausübung der Tätigkeit des Personalvermittlers ist das Vorliegen der entsprechenden Erlaubnis, die vom zuständigen Landesarbeitsamt erteilt wird.

Dienstvertrag?

Führt ein Zeitarbeitsunternehmen Aufträge des Kunden aus im Wege des Dienstvertrages (BGB §611) findet das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz keine Anwendung.

Disponent?

Der Disponent eines Zeitarbeitunternehmens ist die Bezugsperson für den Leiharbeitnehmer, die den Einsatz des Leiharbeitnehmers beim Kunden disponiert. Weiterhin ist der Disponent auch der erste Ansprechpartner für den Kunden.

Entleiher?

Das ist das Kundenunternehmen.

Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung?

Das überlassende Unternehmen muss eine entsprechende Erlaubnis der Bundesanstalt für Arbeit - erteilt durch das jeweils zuständige Landesarbeitsamt - nachweisen können und ist verpflichtet, die Vorschriften des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes einzuhalten.

externen Mitarbeitern?

Das sind die Leiharbeitnehmer eines Zeitarbeitsunternehmen; diese werden an die Entleiher (Kundenfirmen) überlassen.

internen Mitarbeitern?

Das sind die Mitarbeiter des Zeitarbeitunternehmens, die für die Administration und Organisation verantwortlich zeichnen, sie werden nicht den Kundenfirmen überlassen.

Leiharbeit?

Andere Bezeichnung für Arbeitnehmerüberlassung.

Merkblatt für Leiharbeitnehmer?

Im Merkblatt sind wesentliche Grundsätze aufgeführt, die zur Information - über alle relevanten Rechtsgrundlagen im Hinblick auf die Arbeitnehmerüberlassung in Deutschland - des Leiharbeitnehmers dienen.

Subsidiärhaftung?

Kommt ein Zeitarbeitsunternehmen seiner Verpflichtung zur Leistung von Sozialversicherungsbeiträgen nicht nach, so haftet der Kunde/Entleihfirma subsidiär, d.h. nachrangig. Die Entleihfirma muss dann für das Zeitarbeitsunternehmen die entsprechenden Sozialversicherungsbeiträge  für die entliehenen Mitarbeiter zahlen.

Überlassungsverbot in das Bauhauptgewerbe?

In Betriebe des Bauhauptgewerbes dürfen keine gewerblichen Mitarbeiter überlassen werden.

Unbedenklichkeitsbescheinigung?

In den Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Sozialversicherungsträger, des Finanzamtes und der Berufsgenossenschaft wird testiert, das das Zeitarbeitunternehmen seine Beiträge pünktlich entrichtet. Diese Bescheinigungen sollten immer zeitnah sein, gerade auch wegen der Subsidiärhaftung.

Verleiher?

Das ist der überlassende Betrieb - das Zeitarbeitsunternehmen.

Vermittlungshonorar?

Diese fällt nur bei der erfolgreichen privaten Arbeitsvermittlung an, d.h. wenn eine gewünschte Arbeitskraft auch tatsächlich auf Grund der Tätigkeit des Personalvermittlers gefunden und eingestellt wird.

Vermittlungsprovision?

Im Fall einer Abwerbung des Leiharbeitnehmers durch den Entleiher muss der Kunde damit rechnen, dass das Zeitarbeitsunternehmen ihm eine Vermittlungsprovision in Rechnung stellt auf Grundlage der Arbeitsvermittlerverordnung. Diese Vereinbarung ist in der Regel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen festgehalten. Üblicher Weise fällt diese Vermittlungsprovision um so geringer aus, je länger der Einsatz der Zeitarbeitskraft vor der Übernahme andauerte.

Werkvertrag?

Führt ein Zeitarbeitsunternehmen Aufträge des Kunden aus im Wege des Werkvertrages (BGB § 631) findet das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz keine Anwendung.

Zeitarbeitnehmer?

Das sind die externen Mitarbeiter des Zeitarbeitsunternehmens - die Leiharbeitnehmer.

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